Tourberichte

Impressionen einer Mädchentour

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Der Sommer beschloss scheinbar an diesem Tag eine Pause einzulegen, denn der Wetterbericht prophezeit nichts Gutes, Regen, Gewitter und sogar Hagel waren angesagt! „Hoffentlich geht das mal gut!“, dachten wir Tourguides.
Trotz des unfreundlichen Ausblicks fanden sich einige Wagemutige morgens um 09.00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt ein. Mit Hilfe von Kaffee und Tee wurden schon mal die Fahrerinnen auf Betriebstemperatur gebracht, während die Jungs aus der Werkstatt die Mopeds durchcheckten, Sicherheit geht schließlich vor.Touren
Von Sabine gab es ersteinmalmal einige Tipps zur Steigerung der Konzentration beim Motorradfahren und die kleine Gruppe von 6 Leuten lernte sich schnell kennen. Die ursprünglich geplante Route zum Niederrhein haben wir Tourguides aus den oben genannten Wettergründen nicht gewählt, aber es gab aber eine schöne Alternativroute.
Pünktlich um 09.30 Uhr verließen wir die Boxer-Schmiede und fuhren vorbei an Gustorf Richtung Jüchen. Warmgefahren ging es auf kleinen Nebenstraßen nach Aldenhoven und Busch. Einige unserer Teilnehmer fühlten sich hier mehr oder weniger heimisch. Das Gruppenfahren klappte immer besser, schließlich ist das versetzte Fahren ja auch nicht jedermanns Sache, hier war es von Anfang an aber kein Problem. Ein Tourguide vorn, einer am Ende und dazwischen die Gruppe.
Nach einer kurzen Autobahn-Etappe, (Bahnfahren ist ja soooo laaaangweilig) hielten wir uns Richtung Haan und fuhren über kleine Nebenstraßen ein kurzes Stück an der Wipperaue entlang, wunderschöne Gegend …herrlich!

Am Landhaus WUPPERHOF wollten wir einzuhalten und mussten leider feststellen, dass das Landhaus nicht heute nicht geöffnet hatte. Netterweise fragte die Wirtin, „ob sie uns denn was Gutes auf die schnelle tun kann“. Das findet man auch nicht alle Tage, wir haben uns jedenfalls gefreut, dort eine kurze Rast einlegen zu können. Weil das wirklich eine nette Geste war, erwähnen wir oben den Link .
Nun ging es auf zu Schloss Burg, das Herz des Bergischen Landes, es ist eine der größten wiederhergestellten Burganlagen Westdeutschlands. Adel und Rittertum, die im Mittelalter herrschende Schicht, waren die Bauherren der Burgen. Wir interessierten uns heute aber eher für die kulinarische Seite, bei leckerem Kaffee und Kakao mit Sahne lässt es sich gut aushalten. Das Gastschiff Thetis war unser nächstes Ziel, in Essen angekommen, ging es durch schöne kleine Waldstücke hoch zum Kettwiger Stausee. Seit 1956 versorgt Familie Horch Besucher des idyllischen Städtchens an der Ruhr mit Hausmannskost von Sülze mit Bratkartoffeln bis Schnitzel. Spezialität: der garantiert hausgemachte Kuchen bei bestem Blick auf den Fluss. Ein Gedicht!
Wir ließen uns nicht lumpen und machten dort unsere späte Mittagspause. Es war schließlich schon fast 15.00 Uhr und uns allen hing der Magen auf den Knien. Nachdem wir uns gestärkt hatten, war es an der Zeit die Lebensgeister zu wecken. Das ist Sabine´s Spezialgebiet. Mit viel Spaß und Elan haben die Mädels angeleitet durch Sabine einige Lockerungsübungen für die mittlerweile etwas steifen und verkrampften Muskeln gemacht.
Gestärkt und aufgelockert ging es auf zur letzten Runde, Richtung Heimat. Über Düsseldorf ging es durch den Rheinufertunnel über die Kardinal-Frings-Brücke (was war das noch einfach, als man einfach „Südbrücke“ sagen konnte) und dann ab Richtung Boxer-Schmiede.

Gegen 18.00 Uhr waren dann alle wohlbehalten und glücklich wieder zurück. Bleibt noch anzumerken, dass es allen gefallen hat und auch wir Tourguides sehr viel Spaß mit dieser Gruppe hatten. Und das Wetter? Der versprochene Hagel und auch die angesagten Gewitter hatten wohl ein Einsehen, jedenfalls haben wir bis auf ein paar kleine Tröpfchen vom schlechten Wetter nichts mitgekriegt. Die Moral von der Geschichte? Lass Dich nicht davon abbringen, wenn es wieder mal heisst, die Welt geht unter….
Wir jedenfalls freuen uns sehr auf die nächste Frauentour, egal wie das Wetter angesagt wird
Bis bald.
Eure Tourguides.